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Prompting

Grundlagen

Was einen guten Prompt ausmacht

Ziel

Die fünf Elemente verstehen, die jeden guten Prompt ausmachen. Nach dieser Seite können Sie eigene Prompts systematisch aufbauen, statt nach Gefühl zu formulieren.

Wann nutzen

  • Beim Erstellen eines neuen Skripts.
  • Wenn bestehende Anweisungen nicht die gewünschten Ergebnisse liefern.
  • Als Grundlage, bevor Sie Vorlagen anpassen.

Voraussetzung

Sie sollten die Konzepte Skript und Knowledge Base verstanden haben. Prompting steuert das Verhalten -- die Fakten kommen aus der Knowledge Base.

Das 5-Elemente-Modell

Jeder gute Prompt enthält fünf Bestandteile. Fehlt ein Element, wird die Anweisung unscharf.

ElementFrageBeispiel
ZielWas soll erreicht werden?"Buche einen Termin mit dem Anrufer"
KontextFür welches Unternehmen und welchen Fall?"Zahnarztpraxis, Ersttermine für Neupatienten"
GrenzenWas darf nicht passieren?"Keine Termine am Wochenende anbieten"
TonWie soll gesprochen werden?"Freundlich, professionell, per Sie"
AusgabeIn welchem Format soll geantwortet werden?"Bestätigter Termin mit Datum und Uhrzeit"

Die fünf Elemente im Detail

Ziel: Was soll erreicht werden?

Das Ziel ist der wichtigste Bestandteil. Ein Prompt ohne klares Ziel erzeugt beliebige Antworten.

Schlecht: "Hilf dem Kunden." Besser: "Kläre das Anliegen des Kunden und nimm eine Nachricht auf, wenn keine direkte Lösung möglich ist."

Ein gutes Ziel ist:

  • Konkret: Was genau soll am Ende passieren?
  • Eindeutig: Nur ein Ziel pro Prompt. Mehrere Ziele in einer Anweisung führen zu Konflikten.
  • Prüfbar: Kann man am Ende feststellen, ob das Ziel erreicht wurde?

Kontext: Für wen und in welcher Situation?

Der Kontext gibt dem Assistenten den Rahmen. Ohne Kontext antwortet er generisch.

Schlecht: "Du bist ein Assistent." Besser: "Du arbeitest für die Mustermann GmbH, einen Hersteller von Gartenmöbeln. Kunden rufen an, weil sie Fragen zu Lieferzeiten und Verfügbarkeit haben."

Guter Kontext enthält:

  • Name und Branche des Unternehmens
  • Typische Anliegen der Kunden
  • Relevante Rahmenbedingungen (z.B. "nur während der Geschäftszeiten")

Grenzen: Was darf nicht passieren?

Grenzen verhindern unerwünschtes Verhalten. Sie sind besonders wichtig bei Weiterleitungen, Preisangaben und Zusagen.

Schlecht: "Sei vorsichtig mit Zusagen." Besser: "Sage keine konkreten Liefertermine zu. Weise auf die übliche Lieferzeit von 5 bis 7 Werktagen hin und biete bei Sonderwünschen einen Rückruf an."

Typische Grenzen:

  • Keine proaktive Weiterleitung an einen Mitarbeiter anbieten
  • Keine Preisverhandlungen führen
  • Keine Aussagen zu Themen machen, die nicht in der Knowledge Base stehen

Ton: Wie soll gesprochen werden?

Der Ton bestimmt, wie der Assistent wahrgenommen wird. Er sollte zum Unternehmen und zur Situation passen.

Schlecht: "Sei nett." Besser: "Sprich freundlich und professionell. Verwende die Sie-Form. Vermeide Fachjargon."

Ton-Bausteine, die gut funktionieren:

  • Freundlich, professionell, per Sie
  • Sachlich, lösungsorientiert, knapp
  • Empathisch, geduldig, verständnisvoll

Ausgabe: In welcher Form soll geantwortet werden?

Die Ausgabe definiert, was der Assistent als Ergebnis liefern soll. Das hilft auch bei den Erfolgskriterien.

Schlecht: "Beende das Gespräch sinnvoll." Besser: "Fasse am Ende zusammen: Anliegen des Kunden, vereinbarte nächste Schritte, und ob ein Rückruf gewünscht ist."

Gute Ausgabe-Anweisungen:

  • Was soll am Ende des Gesprächs stehen? (z.B. gebuchter Termin, aufgenommene Nachricht)
  • Wie soll das Ergebnis formuliert sein? (z.B. Zusammenfassung für den Kunden)
  • Welche Informationen müssen erfasst werden? (z.B. Name, Rückrufnummer, Anliegen)

Ergebnis

Sie kennen die fünf Elemente eines guten Prompts. Jede neue Anweisung können Sie anhand dieses Modells aufbauen und auf Vollständigkeit prüfen.

Das Modell in der Praxis

So sieht ein vollständiger Prompt aus, der alle fünf Elemente enthält:

Beispiel-Prompt
Ziel: Nimm das Anliegen des Anrufers auf und erstelle eine Nachricht
für das zuständige Team.

Kontext: Mustermann GmbH, Kundenservice. Kunden rufen an wegen
Bestellungen, Reklamationen und allgemeinen Fragen.

Grenzen: Biete keine Weiterleitung an einen Mitarbeiter an.
Sage keine Liefertermine zu. Verweise bei Reklamationen auf
die 30-Tage-Rückgabefrist laut Knowledge Base.

Ton: Freundlich und professionell. Per Sie. Kurze, klare Sätze.

Ausgabe: Fasse am Ende zusammen: Name des Kunden, Anliegen,
vereinbarter nächster Schritt (Rückruf, E-Mail oder gelöst).

Typische Fehler

Nächste Aktion

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